Energiespartipp 2

Es ist Zeit zu lüften
Von Ludwig Eidenhammer

Gut gedämmte Häuser und gut isolierte Fenster sind heute Stand der Technik. Viel schwieriger ist es, gute und gesunde Luft in unsere vier Wände zu bringen. Messungen in Wohnungen, Büros, Schulklassen und öffentlichen Gebäuden haben ergeben, dass die Grenzwerte von 1.100 ppm in wenigen Minuten überschritten sind, wenn sich mehrere Menschen in zu kleinen Räumen aufhalten. Ermüdungserscheinungen sind die Folge. Gerade in Schulklassen ist dann der Leistungsabfall bei Schülern und Lehrkräften bemerkbar. Die Folgen sind Konzentrationsstörungen, trockener Hals, Augenjucken bis hin zu Kopfschmerzen.

In einem 4-Personenhaushalt fallen bis zu 10 Liter am Tag als Wasserdampf an. Wird nicht ausreichend gelüftet, dann kommt es zu Kondensatbildung und langfristig zur gesundheitsschädlichen Schimmelbildung.

Welche Lösungen gibt es, damit frische Luft in jeden Raum kommt und Schimmelbefall der Vergangenheit angehören?

Alle 15 Minuten kräftig lüften. Fenster „voll aufreißen“ und wenn möglich Querlüften. Soll die teure Wärme aber nicht verloren gehen, dann sind Einzelraumlüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung die Lösung. Einzellüftungsgeräte sind sehr leicht in jedem Raum zu montieren, auch im nachhinein. Wärmetauscher sorgen dafür, dass die verbrauchte Luft die frische Luft vorwärmt und somit die Wärmeverluste absolut niedrig sind (weniger als 5%). Der Strombedarf ist mit 4 Watt für das Gebläse äußerst gering und kann mit schlechten TV-Geräten im standby Verbrauch locker mithalten.

So einfach geht die Montage:

Mit dem Kernbohrgerät 2 saubere Maueröffnungen herstellen
Gerätehalterung montieren
Stromzuleitung integrieren
Komfortlüftungsgerät einhängen
Einschalten und ab sofort haben sie immer frische Luft im Raum

oö.planet Nr. 35/04