Die Filmliste zur Grünen Filmwerkstatt

(Stand Februar 2012)

 

Darwin’s Nightmare  
(2004, 107 min, Dokumentarfilm, deutsch)

Auf Anordnung der britischen Kolonialverwaltung wurde in den 60er Jahren der Nilbarsch im Victoriasee in Tansania ausgesetzt. Der gefräßige Räuber fühlte sich im zweitgrößten See der Welt sofort wohl, alle anderen Fischarten wurden zu seiner Beute und sind heute ausgestorben. Das ökologische Gleichgewicht ist am Kippen, in 10 Jahren werden wohl die meisten Fischfabriken am Ufer des Sees für immer schließen. Und obwohl täglich Tonnen von Nilbarsch-Filets in die ganze Welt exportiert werden, haben sich die Lebensbedingungen für die Bewohner der Gegend radikal verschlechtert.

 

Das Schmuckstück
Eine französische Filmkomödie mit Catherine Deneuve und Gérard Depardieu, 2010

Frankreich, im Jahre 1977: Suzanne Pujol (Catherine Deneuve) ist eine biedere Hausfrau, die nur für ihre Familie da ist. Sie putzt, kocht und kümmert sich jedes Wehwehchen ihrer Familie. Ihr Mann, Robert Pujol (Fabrice Luchini), ist Industrieller und führt eine Fabrik, die Regenschirme herstellt. Er ist, weil er den Betrieb mit eiserner Hand führt, bei seinen Arbeitern wenig beliebt – und um ehrlich zu sein, seine Familie kann ihn auch nicht besonders gut leiden. Vor Frauen, besonders vor seiner eigenen, hat Robert Pujol wenig bis überhaupt keinen Respekt. Seine Einstellung ist klar: Es reicht, wenn eine Frau die Meinung des Mannes teilt, da braucht sie keine eigenen zu haben! Als Robert jedoch eines Tages einen Herzinfarkt erleidet, muss plötzlich Suzanne als Ersatz für ihren Mann einspringen und den Posten der Direktorin übernehmen.Zur großen Überraschung aller, erweist sie sich dabei als äußerst fähig. Als Robert schließlich wieder auf den Beinen ist und seine alte Stellung als Chef der Fabrik zurück haben möchte, wird die Sache kompliziert...

 

Der Bauer der das Gras wachsen hört
(2009, 45 min, Dokumentarfilm; deutsch)

“Ich bin ein freier Ökobauer” ist die selbstbewusste Aussage des 57-jährigen Michael Simml. Mit 6 Jahren saß er auf dem Schoss seines kriegsblinden Vaters und gab beim Pflügen die Richtung an. 1984 – bald nach der Hofübergabe stellte Michael Simml bereits um auf Ökoanbau. Heute erwirtschaftet er mit Hilfe seiner Familie auf kärgstem Boden im Bayerischen Wald höchste Erträge. Wie er das macht – dass erzählt er freigiebig mit Leib, Herz und Seele.

 

Der große Ausverkauf  
(2007, 94 min, Dokumentarfilm, deutsch)

Ein britischer Lokführer, eine philippinische Mutter, ein südafrikanischer Aktivist und die Bürger einer bolivianischen Stadt: Sie kämpfen bereits gegen das, was uns alle erwartet: den GROSSEN AUSVERKAUF. Ein packender Dokumentarfilm über ein sehr komplexes Thema.

 

Die 4. Revolution – Energy Autonomy
(2009, 83 min, Dokumentarfilm, deutsch)

Carl-A. Fechner steht für eine mitreißende Vision: Eine Welt-Gemeinschaft, deren Energieversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gespeist ist – für jeden erreichbar, bezahlbar und sauber. Eine globale Umstrukturierung, die Machtverhältnisse neu ordnet und Kapital gerechter verteilt, könnte jetzt beginnen. Wir müssen es nur tun!

 

Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott
(Regie: Andreas Prochaska, Komödie, Ö 2011, 113 Minuten)

Horst kassiert seit zwei Jahren die Pension der verstorbenen Oma um sich das Leben ein bisserl zu erleichtern. Alles kein Problem, bis sich ein Lokalpolitiker ansagt, um der betagten Jubilarin zum Geburtstag zu gratulieren.
Kurzentschlossen "borgt" sich Freund Toni eine alte Dame aus. Dass er dabei zufällig die Kammerschauspielerin Elfriede Ott erwischt, ist der Beginn zahlreicher turbulenter Verwicklungen. Eine Komödie nicht nur für die Faschingszeit.

„Die beste österreichische Komödie der letzten Jahre … herrlich dreist, präzise blöd, schmähmäßig tiefergelegt“ KURIER

„Schräger Mix aus Heimatfilm, Kabarett, Slapstick und krass erhöhtem Tempo. Sehr amüsant!“ DIE PRESSE

Eine unbequeme Wahrheit
(2006, 94 min, Dokumentarfilm, deutsch)

Regisseur Davis Guggenheim wirft in diesem Film einen leidenschaftlichen Blick auf einen Menschen, der mit großem Engagement über Mythen und Missverständnisse beim Thema globale Erwärmung aufklärt und Vorschläge zur Abhilfe macht. Dieser Mensch heißt Al Gore, war Vizepräsident der USA und hat sich nach dem Verlust der Präsident- schaftswahlen im Jahr 2000 ganz dem Umweltschutz verschrieben. Im Film stellt Gore seine Sicht des derzeitigen Standes der Klimaforschung dar und kommentiert diesen. Er präsentiert verblüffende Fakten und Zusammenhänge über den, wie er es nennt, „globalen Notfall“.

 

FOOTPRINT - Der ökologische Fußabdruck  
(Regie: Plattform Footprint)

In nur 35 Minuten entführt der Mitbegründer des Konzepts vom Ökologischen Fußabdruck, der gebürtige Schweizer Mathis Wackernagel, auf eine erstaunliche Reise an die wahren Grenzen unseres Planeten. Erstmals in der Geschichte verbraucht die Menschheit mehr an natürlichen Ressourcen und beansprucht mehr von der Regenerationskraft der Ökosysteme, als zur Verfügung stehen. Wir leben auf zu großem Fuß, leben vom Kapital der Natur, nicht von den Zinsen. Das ist nicht nachhaltig. Der Ökologische Fußabdruck erlaubt, dieses ökologische Defizit zu messen und gibt Hinweise, wie Abhilfe geschaffen werden kann.

 

Hommage an die Widerspenstigen – 100 Jahre Frauen(tags)Geschichte
(2011, 17 Minuten, Dokumentation, deutsch)

Der 100te Internationale Weltfrauentag gibt Anlass, sich ins Bewusstsein zu rufen, dass Gleichstellung zwischen Frauen und Männern keine Selbstverständlichkeit ist. Grund genug, einen Blick auf die Geschichte der Frauenbewegungen zu werfen. Der Film durchstreift die wichtigsten Etappen eurpäischer und österreichischer Frauengeschichte und nennt wichtige Frauenrechtlerinnen.

 

Is eh ois do!
Der Film von Johanna Tschautscher und Reinhard Dobretsberger zeigt klar auf, wie langfristig die Energieversorgung auf hundert Prozent erneuerbare Energien umgestellt werden kann.

Der Dokumentarfilm von Johanna Tschauter und Reinhard Dobretsberger lässt jedes Grüne Herz höher schlagen. Er zeigt anschaulich „Das eh ois do is“ besser noch „Es is nu vü mehr do“! Viele Menschen in unserem Land haben mit Sonne, Wind, Wasser, Biomasse, Biogas, Photovoltaik und Solarthermie und Geothermie schon längst die Wende hin zu erneuerbaren Energieträgern geschafft. Anhand von Beispielen wird gezeigt, dass es ohne Atomstrom und fossile Energieträger schon längst geht. Der Film zeigt aber auch, dass es ohne Idealismus und Eigeninitiative, nicht geht und dass diese Bewegung „von unten“ vollzogen wurde - die Politik hat hier viel verschlafen. Es besteht noch enormer Aufholbedarf und es ist noch ein Stück des Weges, damit wir 2050 zu 100% aus erneuerbaren Energieträger versorgt werden können. (Eine Rezension von Hannes Altrichter, erschienen im oö.planet Nr. 73)

Linktipp: http://www.isehoisdo.at

 

Leben außer Kontrolle
(2004, 95 min, Kurzvariante ohne Gentechnik in der Medizin 60 min, Dokumentarfilm, deutsch)

Der Film begibt sich auf eine Weltreise um die fortschreitende Genmanipulation bei Pflanzen, Tieren und Menschen zu erkunden. In ihrem preisgekrönten Dokumentarfilm lassen Gabriele Kröber und Bertram Verhaag BefürworterInnen und GegnerInnen der Gentechnik aus unterschiedlichen Ländern der Welt zu Wort kommen.

 

Let’s make MONEY  
(Ö, 2008, 110 min, Dokumentarfilm, deutsch)

Dieser Film folgt der Spurt unseres Geldes im weltweiten Finanzsystem. Der Filmemacher Erwin Wagenhofer blickt hinter die Kulissen der bunten Prospektwelt von Banken und Versicherern. Was hat unsere Altersvorsorge mit der Immobilienblase in Spanien zu tun?

 

Monsanto, Mit Gift und Genen
(2007, 90 min, Dokumentarfilm; deutsch)

Der Dokumentarfilm erkundet das Reich des US-amerikanischen Konzerns „Monsanto Chemical Works“, dem weltweiten Marktführer für Bio- technologie. Dem Engagement auf diesem Gebiet verdankt „Monsanto“ auch, dass es zum umstrittensten Unternehmen des modernen Industriezeitalters wurde, stellte es doch das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid „Agent Orange“ her. Heute sind 90 Prozent der angebauten gentechnisch veränderten Organismen „Monsanto“-Patente. Diesen Umstand halten viele für bedenklich.

 

Taste the waste
Die globale Lebensmittelverschwendung
(Ein Dokumentarfilm von Valentin Thurn, D 2011, 88 Minuten)

Der Film liefert Fakten, die kaum jemandem bekannt sind. Etwa, daß jeder zweite Kopfsalat und jede zweite Kartoffel schon bei der Ernte aussortiert und jedes fünfte Brot ungekauft weggeschmissen werden. Ganz ohne erhobenen Zeigefinger zeigt TASTE THE WASTE, dass ein weltweites Umdenken stattfindet und dass es viele Menschen gibt, die die irrsinnige Verschwendung zu stoppen versuchen: Mülltaucher, die Nahrungsmittel aus den Abfall-Containern der Supermärkte retten, Supermarkt-Direktoren, die ihre Kunden davon überzeugen, weniger klimaschädliche Produkte zu kaufen, oder Verbrauchervereine, die Bauern und Kunden direkt zusammenbringen. Kleine Schritte, die aber eine große Chance hätten: Wenn wir in den Industrieländern die Lebensmittelverschwendung nur um die Hälfte reduzieren, hätte das auf das Weltklima denselben Effekt, als ob wir auf jedes zweite Auto verzichten würden.

unter anderem ausgezeichnet mit dem deutschen Umweltmedienpreis 2011

DVD-Vorführungen erst ab April 2012 möglich

 

Über Wasser   
(2007, 83 min, Dokumentarfilm, deutsch)

Die neue österreichische Filmdokumentation „Über Wasser“ des Regisseurs Udo Maurer erzählt in drei Kapiteln aus drei unterschiedlichen Teilen unserer Erde von der existentiellen Bedeutung des Elements Wasser für die Menschheit. Ein scheinbar banales und selbstverständliches Faktum wird so zu einer spannenden und unmittelbaren Erzählung vom alltäglichen Kampf ums Überleben. Trotz des Wassers. Ohne das Wasser. Mit dem Wasser.

 

Unser täglich Brot  
(2007, 92 min, Dokumentarfilm, deutsch)

Ein Blick in die Welt der industriellen Nahrungs- mittelproduktion und der High-Tech-Landwirtschaft: Zum Rhythmus von Fließbändern und riesigen Maschinen gibt der Film kommentarlos Einsicht in die Orte, an denen Nahrungsmittel in Europa produziert werden: monumentale Räume, surreale Landschaften und bizarre Klänge – eine kühle industrielle Umgebung, die wenig Raum für Individualität lässt. Menschen, Tiere, Pflanzen und Maschinen erfüllen die Funktion, die ihnen die Logistik dieses Systems zuschreibt, auf dem der Lebensstandard unserer Gesellschaft aufbaut.

 

We feed the World  
(2007, 96 min, Dokumentarfilm, OF deutsch)

Film von Erwin Wagenhofer über Ernährung und Globalisierung, Fischer und Bauern und Bäuerinnen, Fernfahrer und Konzernlenker, Warenströme und Geldflüsse – ein Film über Mangel und Überfluss. Er gibt Einblick in die Produktion unserer Lebensmittel sowie erste Antworten auf die Frage, was der Hunger auf der Welt mit uns zu tun hat.